Schwarzkümmel: Warum Pferdeleute ihn lieben – und worauf Kleintierhalter achten sollten
Es gibt Kräuter und Samen, über die wird im Stall so viel geredet wie über kaum etwas anderes. Der Schwarzkümmel gehört ganz sicher dazu. Kaum ein anderer Futterzusatz hat in den letzten Jahren so viele Fans gewonnen – und gleichzeitig gibt es kaum einen, bei dem ich so oft betonen muss: Bitte schauen Sie genau hin, für welches Tier er gedacht ist!
Heute möchte ich Ihnen beides erzählen: warum so viele Pferdehalter auf Schwarzkümmel schwören – und warum bei manchen Kleintieren Vorsicht geboten ist. Genau dieses Wissen unterscheidet nämlich den erfahrenen Tierhalter vom Schnellkäufer.
Der Liebling vieler Pferdeställe
Schwarzkümmel – botanisch Nigella sativa – ist ein altes Kulturpflänzchen aus dem Orient und wird traditionell in vielen Bereichen geschätzt. Im Pferdebereich hat er sich längst seinen festen Platz erobert. Viele Pferdehalter mischen die kleinen schwarzen Samen über das Sommerfutter, einfach weil ihre Tiere sie gern nehmen und sie eine schöne Ergänzung zum Speiseplan sind.
Wir führen die reinen Schwarzkümmelsamen (Nigella sativa) in schöner Qualität. Sie haben dieses typische, leicht würzige Aroma, das viele Tiere neugierig macht. Wer es lieber etwas gehaltvoller und in gepresster Form mag, dem lege ich unseren Bio-Schwarzkümmelkuchen, gepresst ans Herz. Dabei handelt es sich um den Pressrückstand, der bei der Ölgewinnung entsteht – in Bio-Qualität und eine wunderbare Möglichkeit, Schwarzkümmel ins Futter zu bringen.
Ich sage es ganz offen, weil mir Ehrlichkeit wichtiger ist als ein schneller Verkauf: Schwarzkümmel ist kein Wundermittel, und ich verspreche Ihnen keinerlei Wirkung. Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass er ein traditionsreicher, beliebter Futterzusatz ist, den unzählige Pferdeleute schätzen – und das hat schon seinen Grund.
Und jetzt das Wichtige: Vorsicht bei manchen Kleintieren
Hier kommt der Punkt, der mir wirklich am Herzen liegt. Was für das Pferd ein beliebter Zusatz ist, ist nicht automatisch für jedes Tier geeignet. Für Katzen zum Beispiel ist Schwarzkümmel beziehungsweise Schwarzkümmelöl tabu. Katzen können bestimmte Pflanzenstoffe über ihren Stoffwechsel nur schlecht verarbeiten, und gerade ätherische Öle vertragen sie deutlich schlechter als andere Tiere.
Darum mein dringender Rat: Geben Sie Schwarzkümmel niemals einfach „auf gut Glück“ ins Napf- oder Käfigfutter, nur weil er bei Pferden so beliebt ist. Jede Tierart hat ihren eigenen Stoffwechsel, und was dem Pony guttut, kann für den Stubentiger völlig ungeeignet sein. Wenn Sie Schwarzkümmel bei Kleintieren einsetzen möchten, klären Sie das bitte vorher mit Ihrem Tierarzt ab – der kennt Ihr Tier und kann Ihnen sagen, ob und in welcher Form es überhaupt infrage kommt.
Warum ich Ihnen das alles erzähle
Sehen Sie, genau das ist für mich der Kern eines guten Tierladens: nicht alles in jeden Napf zu verkaufen, sondern ehrlich zu sagen, was passt und was nicht. In all den Jahren habe ich gelernt, dass meine Kunden das zu schätzen wissen. Ein Produkt, das dem Pferd Freude macht, gehört eben nicht zwangsläufig auch zur Katze – und dieses Wissen weiterzugeben, ist mir wichtiger als jeder Umsatz.
Wenn Sie Fragen zu Schwarzkümmel oder anderen Samen haben, melden Sie sich gern bei mir. Ich nehme mir die Zeit für Ihr Tier – versprochen.