Heu allein reicht nicht: Die Kräuterwiese als natürliche Ergänzung
Heu ist und bleibt die Grundlage für unsere Kaninchen, Meerschweinchen und auch für unsere Pferde – da sind wir uns alle einig. Aber wenn ich ehrlich bin, höre ich in letzter Zeit immer öfter eine berechtigte Frage: „Reicht denn das Heu allein wirklich aus?“ Und meine Antwort als langjährige Händlerin ist: Heu ist die Basis – aber ein bisschen bunte Wiese drumherum schadet ganz bestimmt nicht.
Lassen Sie mich Ihnen erzählen, warum eine kleine „Kräuterwiese“ im Napf so eine schöne Sache ist.
Eine echte Wiese ist bunt – das Heu von heute oft nicht
Stellen Sie sich eine alte, ungespritzte Sommerwiese vor: Da wächst nicht nur Gras, sondern ein ganzes Durcheinander aus Kräutern, Blättern und Blüten. Ein Wildkaninchen würde sich da genau das herauspicken, worauf es gerade Appetit hat. Unser heutiges Heu dagegen ist oft sehr grasbetont – gut und wichtig, aber eben einseitiger als die bunte Wiese von früher. Genau diese Vielfalt können Sie ganz einfach wieder hineinbringen.
So bringen Sie Vielfalt in den Napf
Am bequemsten geht das mit einer fertigen Kräutermischung. Unsere 12 Kräuter-Pellets für Pferd und Nager sind genau dafür gemacht – eine bunte Auswahl an Kräutern in einer praktischen, gut dosierbaren Form, die sowohl Kaninchen und Meerschweinchen als auch Pferde gern nehmen. Wer lieber eine etwas kleinere Mischung speziell für die Kleinen möchte, ist mit dem 6 Kräuter Pellet „Schnauferle“ für Nager gut beraten.
Wenn Sie die Wiese lieber selbst zusammenstellen möchten, können Sie natürlich auch einzelne Kräuter mischen. Sehr beliebt ist der Spitzwegerich grob aus deutschem Anbau – ein klassisches Wiesenkraut, das in keiner guten Mischung fehlen sollte.
Blüten – ein bisschen Farbe gefällig?
Und dann sind da noch die Blüten, die ich persönlich besonders gern mag, weil sie so hübsch aussehen und der ganzen Mischung etwas Festliches geben. Die Ringelblumenblüten mit Kelch getrocknet leuchten so schön orange, und das Schafgarbenkraut mit Blüten geschnitten bringt ein Stück echte Sommerwiese ins Gehege. Wer einen Hamster oder ein Eichhörnchen versorgt, findet im Luzerne Gemüsemix mit Blüten eine schöne, bunte Auswahl.
Mein Rat zum Einstieg
Wie bei allem gilt: langsam herantasten. Führen Sie die Kräuter und Blüten nach und nach ein, in kleinen Mengen neben dem gewohnten Heu, und beobachten Sie, was Ihrem Tier schmeckt. Eine bunte Ergänzung ist eine schöne Bereicherung und ein Stück Lebensfreude im Napf – aber sie ist kein Ersatz für gutes Heu und auch kein Ersatz für den Tierarzt, falls Ihr Liebling einmal kränkelt.
Zum Schluss
Ich finde, es gibt kaum etwas Schöneres, als zu sehen, wie ein Kaninchen sich genüsslich durch ein buntes Kräuterhäufchen futtert. Wenn Sie mögen, stelle ich Ihnen gern eine passende Auswahl für Ihre kleinen Lieblinge zusammen – schreiben Sie mir einfach.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Fellnasen eine bunte Napfzeit!
Häufige Fragen zur Kräuterwiese neben dem Heu
Reicht gutes Heu nicht vollkommen aus?
Heu ist und bleibt die Grundlage – daran ändert kein Kraut etwas. Nur ist unser heutiges Heu oft sehr grasbetont, während eine alte Sommerwiese ein buntes Durcheinander aus Kräutern, Blättern und Blüten war. Genau diese Vielfalt bringen Sie mit einer kleinen Kräuterwiese wieder ins Futter.
Fertige Mischung oder selbst zusammenstellen?
Ganz wie Sie mögen. Am bequemsten ist eine fertige Kräutermischung als Pellet – gut dosierbar und für Nager wie Pferde geeignet. Wer lieber selbst mischt, kombiniert Einzelkräuter wie Spitzwegerich mit ein paar Blüten und hat dabei die volle Kontrolle über die Zusammensetzung.
Wie viel Kräuter darf es neben dem Heu sein?
Eine feste Menge nenne ich Ihnen bewusst nicht. Beginnen Sie mit kleinen Mengen neben dem gewohnten Heu, führen Sie neue Sorten nach und nach ein und beobachten Sie, was Ihrem Tier schmeckt. Die bunte Ergänzung ist eine Bereicherung – kein Ersatz für Heu und auch keiner für den Tierarzt.