Brennnessel: Das unterschätzte Wildkraut im Sommerfutter
Die Brennnessel hat zu Unrecht einen etwas ruppigen Ruf. Am Wegrand fasst man sie ungern an – und wer als Kind einmal hineingegriffen hat, der erinnert sich noch Jahre später daran. Im Futtertrog dagegen ist sie ein echter Schatz. Getrocknet verliert sie nämlich ihre Brennhaare, und übrig bleibt ein mineralstoffreiches Wildkraut, das viele Tiere richtig gern fressen.
Gerade im Sommer, wenn die Pferde viel draußen sind, gehört die Brennnessel für viele Pferdeleute fest zum Futterplan. Lassen Sie mich Ihnen erzählen, warum ich dieses Wildkraut so gern mag.
Ein Wildkraut mit Charakter
Die Brennnessel wächst überall, sie ist robust, und sie steckt voller guter Dinge aus der Natur. Über die Jahrhunderte haben die Menschen sie als Futter- und Küchenpflanze geschätzt – und ich verspreche Ihnen keine Wirkung, sondern erzähle Ihnen, was ich aus Erfahrung weiß: Pferde nehmen getrocknete Brennnessel meist mit großem Appetit, und sie ist eine wunderbare, natürliche Ergänzung zum gewohnten Futter.
Zwei Formen – ganz nach Ihrem Geschmack
Wir führen die Brennnessel gleich in zwei Formen, je nachdem, was Ihnen lieber ist.
- Die Brennnessel geschnitten ist die klassische, naturbelassene Variante – schön grob, duftet herrlich nach Wiese und lässt sich prima unter Mash oder eingeweichte Rübenschnitzel mischen.
- Wer es lieber kompakt und staubarm mag, greift zu unseren Brennnessel-Pellets. Die sind übrigens nicht nur bei Pferdeleuten beliebt, sondern auch bei vielen Hundehaltern, die barfen – ein echtes Multitalent im Kräuterregal.
So setze ich sie ein
Wie bei allen Kräutern gilt: langsam herantasten und gut beobachten. Führen Sie die Brennnessel nach und nach ein, beginnen Sie mit kleinen Mengen und schauen Sie, wie Ihr Pferd sie annimmt. Achten Sie auf gute Qualität – getrocknete Brennnessel sollte schön grün sein, angenehm nach Heu und Wiese duften und frei von Staub und Schimmel.
Und auch hier mein ehrliches Wort: Ein gutes Kraut macht das Futter abwechslungsreicher und schöner, aber es ersetzt nicht den Tierarzt. Wenn Ihr Pferd kränkelt, gehört das in fachkundige Hände.
Zum Schluss
Geben Sie der Brennnessel ruhig eine Chance – sie ist eines dieser bescheidenen Wildkräuter, die viel mehr können, als man ihnen am Wegrand zutraut. Wenn Sie Fragen haben oder nicht wissen, welche Form für Ihr Tier die richtige ist, melden Sie sich gern bei mir. Ich berate Sie von Herzen gern.
Einen schönen Sommer Ihnen und Ihren Tieren!